Etwas über die Traditionen
Wohlan,
jede Tradition, die zur Aufgabe hat, Vermutungen, Irrtum und Wahrheit
auf geistigreligiösem Gebiet möglichst lange zu sichern, zu festigen und
unabänderlich von Generation zu Generation weiterzugeben, ist gegen den
Plan Gottes und damit gegen jede geistige Weiterentwicklung gerichtet.
Sie ist negativ und dient damit allein dem gegner Gottes!
Eine
derartige Tradition beruht auf der Tatsache, daß man den menschlichen
Körper, die Materie als das bewußte ICH, als Persönlichkeit hinstellt,
die angeblich aus dem Nichts kommt und in dieses Nichts zurückkehrt. Die
Seele dagegen, das wirkliche ICH, die tatkräftige, tatsächliche
individuelle Persönlichkeit, die bewußt allein überlebt und, weil von
Gott, ewig existiert, wird als ein „Gespenst“ bezeichnet, in der
Karikatur verlacht und verspottet.
Dem abgelegten Körper erweist man
fanatisch absolute Pietät und alle Ehren, trägt ihn mit mehr oder
weniger Pomp zu Grabe, setzt ihm je nachdem entsprechende Denk- und
grabmähler mit unrichtiger Beschriftung und macht aus allem einen Toten-
und Friedhofskult, der die wahre Schöpferleistung herabwürdigt und
damit Gott beleidigt.
Was bei Kriegen und sonstigen Katastrophen mit
den Körpern von Millionen unschuldiger Männer, Frauen und Kindern
geschieht, das dürfte ja wohl bekannt sein. Merkwürdig - da nimmt man es
keineswegs so genau. Aber es spricht für sich!
Es gibt keine Gründe,
die zur Rechtfertigung angeführt werden können für die auf den
Friedhöfen und in den Krematorien stattfindenden herzzerreißenden
Trauerfeierlichkeiten, verbunden mit den furchtbarsten seelischen Qualen
und den nachfolgenden Tragödien bis zum Selbstmord.
·
Ein Begräbnis, eine Grabstätte oder ein Gräberfeld sind ein
Anschauungsunterricht der völligen Hoffnungslosigkeit, ein
Vertrauensbruch zu Gott und der Unsterblichkeit des menschlichen
Geistes.
Keine auch nur halbwegs positive Seele hat irgendein
Interesse an der Asche oder an dem Verwesungsprozeß ihres abgelegten
Körpers und noch weniger am Verweilen auf dem gräberfeld oder Friedhof
der Traurigkeit und der schweren Belastung des Gemütes. Aber durch eine
abwegige Tradition (Friedhofskult) werden von unwissenden Angehörigen
und freunden abgeschiedene Seelen geradezu genötigt, Begräbnisstätten
aufzusuchen, weil man glaubt, daß gerade dort ihrer am besten gedacht
werden kann.
· Ein Bild des
Abgeschiedenen neben einer Vase mit Blumen zu Hause wäre ein von ihm
gewünschter und angenehmer Ort - und nicht ein Gräberfeld!
· Hier
sollte man für die Seele und ihr Heil in aller Stille beten. Sie wird
sich mit herzlichem dank bereit finden, alles zu tun, um sich der Hilfe
Gottes würdig zu erweisen.
· Ohne jede Trauer um die
abgeschiedene Seele sollte das geschehen, denn die gezeigte Trauer ist
eine schwere Belastung und auch ein Hindernis auf ihrem weiteren Wege
ihrer Entwicklung im Reiche des Herrn.
· Helfen durch ein von
Herzen kommendes Gebet und keine Trauer, das wird von den abgeschiedenen
Seelen immer wieder gewünscht.
· Deshalb ist eine an Gott
gerichtete Fürbitte eines Menschen für eine Seele im Geistigen Reich von
sehr großer Bedeutung, soweit sie wirklich von Herzen kommt.
Was habt Ihr mit dem Begriff „Seele“ eigentlich angestellt?


Die Liebe gelebt, zu Gott bestrebt
mögen uns die Engel stetig leiten und uns schützend begleiten.